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Badenertreffen in Karlsruhe

Die ersten Aufnahmen


Unten rechts, Werner Puschner, daneben Frau Rutel und Ingrid Bruhn, darüber aus Neudingen Hildegard und Franz Schmid, unsere neuen Mitglieder, daneben erster Bürgernmeister König der die Grußworte sprach. Oben WH am Bayerntisch mit dem Vorstand der Münchener und die Bühne von Schubi.



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Das neue Karlsruhe

Die Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Badenervereine unter der Leitung von Wolfgang Häßler aus Hamburg lud nach 4 Jahren zum Treffen ein. Die Anreise übernahm jeder Verein für sich selbst in Eigenregie. Karlsruhe zu finden war nicht schwer, aber um zu dem Hotel zu kommen, war schon schwieriger weil ich den Namen Hotel Kübler gar nicht kannte. Ich suchte das Hotel Badisch Brauhaus. Letztendlich war es dasselbe aber ich musste doch ein paar Mal um den Block fahren, um es zu finden. Na ja es hat ja geklappt.
Den Ersten, den ich da traf, war unser 1. Vorsitzende Wolfgang Häßler, er war mit dem Zug angereist. Dieses Bauensemble ist eine Schau. Wer weiß wie viele Häuser zusammengebaut, unterkellert, durch Neubauten verbunden, ganz im Stil eines Fuchsbaus aber sehr interessant, was daraus geworden ist und noch wird. Ob dieses Bauobjekt jemals fertig wird, steht in den Sternen. Bei der Architektur lässt Herr Hundertwasser grüßen. Es war alles liebevoll dekoriert, alt und neu auf das Beste miteinander verbunden.
Um 17 Uhr kam der Bus, bereit zur Fahrt zur Badisch Bühn. Da die Gruppe aus München gerade eben eingetroffen war, warteten wir anderen solange im Bus. Das war nicht weiter schlimm, da der Zeitplan von Wolfgang sehr großzügig angelegt war. Es war ein herrlicher Abend, eigentlich viel zu schade, um ihn im Haus zu verbringen, aber im Theater warteten schließlich Künstler auf uns, die nicht umsonst gelernt und geprobt haben. Das heißt, sie warteten nicht nur auf uns, sondern das Haus war voll. In dem Stück gab es viel Klamauk um eine reiche und etwas prüde Erbtante aus Amerika, die man nach Strich und Faden belogen hat, sodass sich eben die Balge geboge habbe. Das Stück hieß treffend : "Do biege sich die Balge." Es war sehr lustig, da in dem Theater aber auch gegessen wurde, übrigens sehr gut, waren wir dann doch froh wieder an der frischen Luft zu sein und zum Hotel zurückfahren zu können. Im Hotel trennten sich dann die Wege.
Bei einigen winkte der Bettzipfel und der Rest setzte sich ins Brauhaus und genoss das gute Bier. Es wurde noch ein sehr lustiger Abend.
Am Samstagmorgen nach einem reichhaltigen Frühstücksbüfett wartete im Rathaus der Erste Bürgermeister von Karlsruhe auf uns zu einem Begrüßungsempfang.
Nach einigen Begrüßungs- und Dankesreden wurden wir mit Butterbrezeln, Saft und Wein bewirtet. Es gab auch ein paar Gastgeschenke für jeden.

Vom Rathaus gingen wir in das Landesmuseum, dieses ist im Karlsruher Schloss untergebracht. Wahrscheinlich haben alle Badener mal in der Schule gelernt, wie es zu dem Schlossbau kam. Für Nicht-Badener eine Kurzfassung der Geschichte, Herzog Karl Friedrich der so und so vielte ritt durch seine Ländereien und wurde unterwegs müde, legte sich im Wald zur Ruhe und träumte, dass er genau an dieser Stelle sein Schloss erbauen solle in der Form einer Halbsonne. Die obere Hälfte ist das Schloss, von der unteren Hälfte gehen strahlenförmig die Straßen aus. So oder ähnlich ist es geschehen. Die ehemalige Regierungspräsidentin Frau Hämmerle führte uns durch die Ausstellung über Entstehen und Werden des Landes Baden.
So eine interessante Museumsführung habe ich noch nie mitgemacht.
Wir wurden zum Singen der Marseillaise, badischer Kampflieder und des Badnerliedes animiert. Ein Herr aus dem Präsidiumsorchester und Frau Hämmerle begleiteten uns auf zwei Gitarren. Wir waren alle begeistert und jeder hat für sich etwas neues über Baden gelernt. Viele badische Redewendungen sind auf politische Situationen zurück zu führen z.. kennt bestimmt jeder Badener den Ausspruch : "Mein lieber scholli".Besagter Scholli war ein Politiker und so sind viele solche Sprüche entstanden. Man kann gar nicht alles auflisten, wir hätten stundenlang zuhören mögen, zumal es Stühle gab, die man mit sich tragen konnte, um beim Zuhören Platz zu nehmen. Um 16 Uhr war dann Vorstandstreffen anberaumt. Es trafen sich die Vorstände von Berlin, München, Schwenningen, Esslingen und Hamburg und besprachen die aktuelle Lage der Vereine.
Für uns Hamburger schlossen sich besondere Gäste an. Teddy Schillinger kam extra aus Freiburg angereist, um mit uns zu feiern und aus Neudingen kamen Hildegard und Franz Schmidt, die wir ja im nächsten Jahr zum Narrentreffen in Neudingen besuchen wollen.
Abends fanden wir uns alle im tiefen Keller des Brauhauses ein, zu einem bunten Abend. Er wurde gestaltet von Künstlern aus Karlsruhe. Der erste Interpret war ein Geschichtenerzähler.
Bei dem Namen Manfred Bögle wurden wir stutzig, zumal uns auch eine gewisse Ähnlichkeit ins Gesicht stach. Auf Nachfrage wurde uns bestätigt, den Bruder unseres Gerd Bögle, der ja mit andern vor einigen Jahren ausgetreten ist, vor uns zu haben, ja, ja die Welt ist ein Dorf! Er erzählte mit hintersinnigem Humor über die Geschichte Karlsruhes.
Der nächste Künstler war ein Kabarettist. Jörg Kräuter unterhielt uns mit guten Beiträgen und Witzen mit doppeltem Boden.
Die Pausen wurden mit Piano Musik untermalt.
Zum Schluss bekamen wir noch eine Kostprobe kleiner Geschichten aus dem Leben vorgelesen von Herrn Werner Puschner, der im September zum Pipplessen, bei uns in Hamburg zu Gast sein wird. Trotz etwas Mundart waren alle Beiträge gut zu verstehen.
Es war ein kultureller und interessanter Abend aber alles hat nun mal ein Ende und wieder teilte sich die Gruppe auf in Neschtgeher und Hockenbleiber.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen war dann Aufbruch angesagt und das Versprechen:
"In drei Jahren sehen wir uns alle wieder."Lieber Wolfgang vielen Dank, dass Du uns dieses Erlebnis möglich gemacht hast!

Katharina Klose

Anmerkung: Teddy Schillinger, war so lieb, dass er den in ihrer Beweglichkeit eingeschränkten Vorstand aus Berlin, zu Ihrer Freiburger Zweitwohnung mit nahm. Danke dafür


 

Hans-Dieter hat den Durchblick



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