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Finkenwerder war schön


Danke Wolfgang Häßler, Gisela Schlenstedt und Dirk Graßmann für diesen tollen Tag



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Unsere Fähre

April-Sonder-Veranstaltung Ausflug mit Schiff und BusDa unsere Mitglieder im April wie es scheint immer etwas anderes vorhaben und die Vereinsabende immer sehr schwach besucht sind hat sich der Vorstand dieses Jahr mal etwas ganz anderes ausgedacht. Dirk hatte die Idee und Wolfgang übernahm die Ausführung (bei der Suche vor Ort wurde Wolfgang von Gisela Schlenstedt unterstützt. Die durch Zufall zur gleichen Zeit kurz vor der Fahrt auf Finkenwerder war. Den Wolfgang wusste nicht wo der Bauer war den Dirk vorgeschlagen hat, da wusste Gisela Rat, den auch Sie war schon viele Jahre Kunde wie Dirk und und Julia). Mit Tages- und Gruppenkarten versehen trafen wir uns bei herrlichem Sonnenschein um 11 Uhr an den Landungsbrücken. Die Badener strömten, es war eine Freude. Ich erinnere mich, dass wir mal einen April Treffpunkt mit 10 Mitgliedern erlebt haben, da war dieser Auftakt schon ein voller Erfolg. Mit der Fähre Nr.62 schipperten wir nach Finkenwerder. Es ist immer wieder ein toller Anblick wenn man den Hafen so vor sich sieht. Ganz viele Leute nutzten das gute Wetter aus um auch mit Kind und Kegel samt Fahrrad einen Ausflug zu machen. In Finkenwerder stiegen wir in den Bus 150 nach Cranz Estebogen. Überall in den Gärten blühten die Blumen und Bäume, es war ein wunderschöner Anblick aber mir ist aufgefallen, dass an der Hauptstraße ganz viele Häuser leer stehen. Vorbei an der Luftwerft AIRBUS ging die Fahrt bis zur Endhaltestelle Cranz Estebogen. Der Bus war rappel voll, mit Badener. Nach ein paar hundert Metern auf dem Deich waren wir an unserem ersten Ziel angelangt, der Obsthof der Familie Henning Meyer in Familienbesitz seit 1798. Herr Meyer persönlich, der eigentlich am Sonntag seinen freien Tag hat, führte uns durch die schon zum Teil in Blüte stehenden Anlagen. Die Kirschen hatten schon alle ihr weißes Kleid angezogen und warteten auf die Bienen zur Bestäubung damit wir uns im Sommer wieder an den leckeren und sehr gesunden Kirschen erfreuen können. Bis es so weit ist steckt viel Arbeit und Geld in so einer Obstplantage und wenn der Sommer dann verregnet ist war alle Mühe umsonst. Herr Meyer gab uns zu erst Erdkundeunterricht über die Entstehung und Besiedelung des Alten Landes.Der Name kommt von den Holländern und hieß Ollesland. Das Land ist aus Endmoränen der letzten Eiszeit entstanden. Die ersten Siedler waren die Sachen aber von Obstanbau war da noch keine Rede, man ernährte sich von Ackerbau und Fischfang. Später kamen Holländer, die kannten sich aus mit Eindeichen und Landgewinnung ähnlich wie in Friedrichstadt wo wir auch schon mit dem Verein waren. Mit dem eigentlichen Obstland Altes Land begann es erst nach dem 2 Weltkrieg und es ist inzwischen das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet in Mitteleuropa. Die reichen Obsthöfe entstanden unter anderem durch strikte Familien Politik. Spruch des Herrn Meyer: „Wer arm geboren wird kann nichts dafür aber wer arm heiratet hat selber schuld.“ Dieser Spruch hat doch was! Früher mal waren die Obstbäume alle normal groß das war für die Augen bestimmt romantischer anzuschauen aber für die Pfleger und Pflücker nicht sehr praktisch. Nun hat man die Bäume auf Mannshöhe gezüchtet um das Ernten zu erleichtern. Jetzt kann man Netze über die Kirschbäume ziehen um die räuberischen Stare vom Naschen ab zu halten und die Nachbarn nicht mehr mit Kanonenschüsse in Angst und Schrecken zu jagen. Damit die Bäume vernünftige Erträge bringen muss viel Arbeit investiert werden z.B. kopuliert werden d.h. schräg abgeschnittene Stämme mit einander verbinden und zusammen wachsen lassen oder okulieren d.h. durch Einschnitte mit einem fremden Astauge versehen und einwachsen lassen aber das wird in Baumschulen gemacht. Die Kirschensorten haben alle weibliche Namen und blühen weis. Wenn ich mich richtig erinnere blühten die Birnen auch weis nur die Apfelblüten waren rosa. Einige Reihen der Apfelbäume fingen auch schon mit der Blüte an. Wir bekamen auch die Lagerhallen und Sortieranlagen zu sehen. Im Hofladen konnte man dann auch noch leckere Sachen einkaufen. Der 1. Vorsitzende gab im Namen des Vereins einen Schnaps aus für jeden. Nach soviel Information für Auge und Ohr mussten wir dann zurück zum Bus weil es noch einen weiteren Höhepunkt gab. Wir wollten in Finkenwerder das Geburtshaus von Gorch Fock(geboren als Johann Kinau )und seiner Familie besuchen. Seine Brüder Jakob und Rudolf waren auch bekannte Mundartdichter. Es gab noch zwei Schwestern aber über deren dichterische Fähigkeiten wurde nichts erzählt. Die jüngste davon hat ihr Elternhaus als Museum für ihre Brüder hergerichtet, nun hat es der Finkenwerder Heimatverein übernommen. Nach Anmeldung bekommt man dort für 5,-€ Kaffee und selbst gebackenen Kuchen mit Geschichten serviert Telefon 742 65 01. Weil unsere Gruppe so groß war sprengte sie den häuslichen Rahmen und wir wurden aufgeteilt. Eine Gruppe saß wunderbar im Garten die anderen wurden im Häuschen auf drei Räume verteilt. Früher waren die Wohnhäuser für die normalen Leute nicht sehr groß und die Fischer waren selten reich aber man war auch noch nicht so verwöhnt und rückte zusammen. Heimatvereinigungs-Vorsitzender Herr Werner Marquart .erzählte uns, auf platt, die Lebensgeschichte der Familie Kinau. Der Vater war Elbfischer, ein hartes Leben. Damals fror die Elbe im Winter noch zu und dann gab’s keinen Erwerb für arme Leute. Die Söhne fuhren zuerst mit dem Vater auf der Elbe zum Fischfang bis sie ihr eigenes Leben begannen. Johann wollte zur Marine aber er litt furchtbar unter Seekrankheit und daher lernte er zu erst etwas kaufmännisches um dann später doch noch zur Seefahrt zu kommen allerdings als Soldat und ist dann auch bald im Skagerrak bei einem Seegefecht mit seinem Schiff untergegangen. Auf einer schwedischen Insel ist sein Leichnam angespült worden und da ist er auch begraben. Sein bekanntestes Buch heißt „Seefahrt tut not.“ Sein Jüngster Bruder Rudolf genannt Rudel Kinau war der Gründer der heute noch bestehenden Radio Sendung „Hör mol ’n beten to“. Herr Marquart war der Ansicht der mittlere Bruder Jakob wäre der beste Schriftsteller von allen Dreien. Nach dem Erwerb einer Postkarte bei dem Enkel von Herrn Marquart schauten wir uns noch in den kleinen Stuben und der Küche um, dann wurde es für eine kleine Gruppe von uns Zeit uns auf den Heimweg zu machen.
Wir hatten nämlich noch eine wichtige Sache für unseren Verein zu erledigen. Unser Verein ist von einer Fernsehgruppe eingeladen worden an einem Casting für Vereine teil zu nehmen. Es geht um ein Quiz in dem verschiedene Vereine gegeneinander spielen um Geld für ihren Verein zu gewinnen. Nachdem Dirk im Auftrag des 2 Vorsitzenden getrommelt aber keine große Resonanz gefunden hat blieben Wilfried Reutter, Sigrid und Bruno Rohrer und ich in seinem Netz kleben aber er musste dann auch mit ran, ätsch. Um 17°° sollten wir im Mercure Hotel an der Schröderstiftstraße sein. Wir waren pünktlich aber mussten dann doch warten bis wir aufgerufen wurden. Ein bisschen mulmig war uns schon, so was hat noch keiner von uns mitgemacht. 10 Leute aus verschiedenen Vereinen z.B. Hundeverein, Verein der Bartträger (sehr beeindruckende Gesichtsbehaarung) sind erschienen, wurden nummeriert und einzeln aufgerufen. Da wir vorher auch noch aufgeklärt wurden was man von uns so erwartet waren wir natürlich sehr gespannt und jeder der das Casting hinter sich hatte wurde bestürmt etwaige Geheimnisse zu verraten. Es war spannend. Der Kopf wurde uns nicht abgerissen und ein Loch wurde uns auch nicht in den Bauch gefragt. Nach einem Foto sollten wir von unserem Leben erzählen, über den Verein, wie wir dazu gekommen sind u.s.w. Nun warten wir gespannt auf Nachricht was daraus geworden ist. Die Gewinner Kandidaten werden angeschrieben und die anderen bekommen irgendwann eine schriftliche Absage. Wenn wir angenommen werden brauchen wir natürlich einen Fanclub. Die Sendung wird in Baden - Baden aufgezeichnet. Näheres steht dann wieder im Blättchen
Katharina Klose


 

Das Bügeleisein So nennt man in Hamburg die Bauart der Fähre, liebevoll



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