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Neujahr 2011

Diekmoor ist vorbei

Neujahrsempfang 2011Sonntag früh 11 Uhr, blasser Sonnenschein (aber immer noch besser als die ganze Woche davor), voller Freude alle wieder zu sehen biege ich um die Ecke und denke ich habe eine Geistererscheinung. Wie vor ein paar Jahren stehen unsere Leute vor dem Lokal und warten auf den Wirt. Es ist schon fast ein Albtraum, wenn wir eine Morgenveranstaltung haben. Ist geöffnet oder nicht? Da ergibt sich die Frage ist Herr Hart so schusselig, dass er uns vergisst oder sind wir ihm egal? Sogar sein Servierpersonal, zwei junge Damen, froren sich die Beine in den Bauch und hatten keine Ahnung wo ihr Chef verschütt gegangen ist. Eine vernünftige Adresse war auch nicht bei der Hand. Die Einen oder Anderen setzten sich in Ihre Autos um die Wartezeit einigermaßen zu überbrücken, wir anderen froren mit der Zeit schon arg. Dirk und Heinz Dieter waren in Aktion ein Lebenszeichen des Wirtes oder einer Vertretung zu erhaschen, hatten aber kein Glück.
Nach dem die Ersten sich wieder auf den Heimweg gemacht hatten, leider ohne Tschüs zu sagen und noch mal nachzufragen was jetzt passiert und die Gruppe also immer kleiner wurde hatte Dirk Erfolg mit der Suche nach einem Ausweichquartier. Kommando: „ Alle in irgendwelche Autos und mir nach!“ Dirk hatte ein Lokal an der Tangstedter Landstraße gefunden das geöffnet war und auch bereit über 30 heimatlose Badener aufzunehmen, zu wärmen und mit Speis und Trank zu versehen. Die armen Mädchen mussten ausharren ob sich ihr Chef noch sehen ließ. Ich hätte nur gern sein überraschtes Gesicht gesehen, falls er tatsächlich noch gekommen ist. Fast eien Stunde haben wir wohl in der Kälte gewartet und fühlten uns anschließend in dem warmen Lokal „Dialog“ sehr gut aufgehoben. Zu erst gab’s eine Rund Schnaps zum Aufwärmen vom Vorstand. Diese Runde hat dann Heinz Dieter und Elke Jung übernommen. „Prost“ und Danke lieber Dieter lebe Elke.
Nach dem wir uns alle eingenistet und Platz gefunden hatten bedankten sich Vorstand Ilse und Dirk für das Mitkommen. Ungefähr 12 Personen haben vor der Kälte die Flucht ergriffen, schade es wurde noch ein sehr gemütlicher Vormittag. In dem Lokal konnten wir an dem sehr leckeren Brunch teilnehmen. Ich glaube das war leckerer als eine Suppe im Diekmoor und 9,90-€ war ein sehr moderater Preis. Wir durften auch die Neujahrsbrezel von Brita und Thomas mit Erlaubnis des Wirtes verzehren. Danke, Ihr Beiden, dass Ihr Euch wieder die Arbeit gemacht habt um uns das Neue Jahr richtig schmackhaft zu machen. Maria hat zwischendurch ihres Amtes gewaltet die Namensliste und das Sparschwein herum zu reichen. Sie sagte ganz richtig: „Eigentlich ist es egal wo wir uns treffen Hauptsache wir sind zusammen.“ Nachdem alle aufgewärmt und satt waren hatten wir die nötige Aufmerksamkeit für die Begrüßungsworte unseres Vorstandes.
Nach der nochmaligen Begrüßung und den guten Wünschen für das Jahr 2011 berichteten Ilse und Dirk, dass unsere Satzung nun wohl angenommen wird. Die Sachbearbeiter haben gewechselt und der Neue sieht das anders als seine Vorgängerin hat aber sachdienliche Vorschläge gemacht und nun hoffen wir, geht alles seinen geregelten Gang. Damit uns in Zukunft solche Pleiten wie Sonntag- Morgen erspart bleiben schaut sich der Vorstand nach anderen Möglichkeiten um. Unser Kassenwart hat leider immer noch nicht die Unterlagen und das Vereinseigentum an den Vorstand weitergegeben. Die Beiträge werden deshalb in diesem Jahr später eingezogen. Von Wolfgang Häßler fehlt leider auch noch das eine oder andere Vereinseigentum und diverse Unterlagen. (das was wir von dem Nürnberger erhalten haben wie Heinz-Dieter bemerkte). Es ist kein schöner Zug dem offiziell gewählten Vorstand Knüppel zwischen die Beine zu werfen um gute Arbeit zum Wohle des Vereins zu behindern. Das alles ist eine große Belastung für den neuen Vorstand um die Vereinsgeschäfte effektiv führen zu können.
Nun zu den erfreulichen Dingen. Heinz Dieter hat einige Mitglieder des Seemannschores aktiviert bei unserer Fasnet ordentlich Stimmung zu machen, Viktor kommt auch. Am 27.4. gehen wir mehr oder weniger viele zur Hundertwasserausstellung mit Rosemarie Banholzer. Am 29.4. treffen wir uns mit Frau Banholzer im Vereinshaus im Gartenverein. Die Maireise nach Freiburg hat ein supertolles Programm (alles nähere im Blättchen). Im Herbst kommt die Neudinger Theatergruppe mal wieder nach Hamburg um uns zu erfreuen.
Ilse bedankte sich noch einmal bei Brita und Thomas für das Anrühren, Kneten und Formen der drei ansehnlichen Neujahres Brezel. Die Beiden verließen uns unter großem Beifall, weil ihr Urenkelchen 1. jährigen Geburtstag feiern wollte. Anschließend ergriff Heinz Dieter noch einmal das Wort. Er wies darauf hin wie wichtig rechtzeitige Anmeldungen sind. Man hat beim Weihnachtsfest gesehen wohin es führt wenn keiner richtig Bescheid weis. Das Essen muss auch vom Wirt kalkuliert werden und die Plätze und Tische sollten für alle hübsch dekoriert sein. Übrigens sind Reiner und Gisela dazu verdonnert worden die Dekoration immer so schön zu machen wie zur Weihnachtsfeier, außerdem bittet er um pünktliches Kommen damit der Ablauf der Veranstaltung nicht gestört wird.
Zum gemütlichen Abschluß las uns Margrit Hoffmann einige Gedichte im Mannheimer Dialekt vor. Das 1. handelte von einer Predigt, das 2. gab den Wählern Hinweise zur rechten Wahl der Volksvertreter und das 3. drehte sich um Mülltrennung. Trotz Dialekt alles gut verständlich und sehr nah am wirklichen Leben. Die nördlichen Badener fühlen sich im Verein etwas zurückgesetzt. Ilse führte uns dann mit dem Gedicht „Der Januar“ von Erich Kästner wieder auf den Boden der hochdeutschen Sprache zurück. Ob die zweite Runde Ouzo, gestiftet vom Wirt, die gute Stimmung noch gesteigert hat glaub ich zwar nicht aber geschadet hat sie auch nicht. Jedenfalls hat der Tag sehr gut geendet. Es entzieht sich meiner Kenntnis wie und wann dieser Neujahrs Empfang zu Ende ging es waren noch viele der Anwesenden in anregende Gespräche vertieft als ich gegangen bin.
Katharina Klose


 

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