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Narrentreffen

Freunde!


Das ist das herzliche Herdwangen 



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Hier die Berichte

Die Fastnachtszeit ist eine komische Angelegenheit. Die Einen macht sie hibbelig und kribbelig und die Anderen nehmen Reißaus wenn sie nur das Wort hören, ganz egal ob es sich um Karneval, Faslam oder Fasnet handelt. Jedenfalls ist es auch eine ansteckende Krankheit. So alle zwei-drei Jahre bricht sie bei uns im Verein aus. Dirk schart dann ein Völkchen Narren um sich und ab geht es in die Heimat der ursprünglichen Fasnet wo die Narren noch Masken und Häs (Narrengewand) tragen. Dieses Jahr sind 6 Personen Richtung Süden mit dem Flieger gestartet, Julia und Dirk Graßmann, Gertrud und Wilfried Reutter, Gitta Buchholz und ich. Eigentlich waren wir 8 aber Elfi und Kurt Maier konnten dann leider aus Krankheitsgründen nicht mit, wie schade. Hoffentlich geht es Euch nun wieder besser. Dirk hatte rechtzeitig Flugkarten nach Basel gebucht und dort einen Kleinbus gemietet der uns nach Neudingen und nach Herdwangen gebracht hat, natürlich von Dirk gelenkt. In Hamburg war noch Nebel aber in Basel erwartete uns strahlender Sonnenschein. Über Freiburg und das Höllental sind wir nach Titisee gefahren, überall schöner, weißer Schnee. Dort haben wir eine Kaffeepause gemacht und uns die Füße vertreten um dann via Neustadt nach Neudingen zu fahren. Ein Navigationsgerät ist schon eine gute Sache. In Neudingen haben wir Quartier bezogen in der "Linde". Ein nettes Landgasthaus mit Zimmervermietung und einer reizenden Wirtin. Frau Egle hat uns sehr umsorgt und verwöhnt. Das Frühstück war super und die Betten auch. Im Ort selbst war noch nicht viel los das sollte sich aber noch ändern. Wir sind dann erst mal nach Donaueschingen gefahren um uns dort umzuschauen und etwas zu essen, weil das Haus Linde ein Garni Hotel ist. Inzwischen wurde es immer kälter und bissiger. Die Donauquelle war zwar nicht eingefroren aber uns wurde kalt und da haben wir versucht etwas in den Magen zu bekommen, sind aber in der falschen Wirtschaft gelandet. Dort hatte man es nicht nötig zu kochen. Die Küche öffnet erst in einer Stunde hat man uns kühl eröffnet. Als wir dann alle sechs spontan aufstanden und gingen, haben sie doch etwas dumm geguckt. In einem anderen Lokal wurden wir freundlich aufgenommen, bedient und alles hat nur die Hälfte gekostet. Abends in der Linde haben wir dann einen netten Klönabend gehabt mit ein „klein bisschen“ Wein und Underberg usw., auch Rohrer‘s beehrten uns noch. Am Freitag war scheußliches Wetter. Eis, Regen, Sturm, total ungemütlich. Beim Frühstück haben wir dann beratschlagt was man bei so einem Wetter anfangen kann. Sigrid und Bruno Rohrer, die sich schon in Neudingen aufhielten sind zum Kurbaden gefahren aber von uns hatte dummerweise keiner einen Badeanzug mit also sind wir auf die kluge Idee gekommen nach Sigmaringen zu fahren und uns die Hohenzollernburg anzuschauen. Gesagt getan, Dirk hat uns gut hin gebracht. Nur zur Burg rauf zu kommen war etwas schwierig. Es war zwar gestreut aber der Regen wusch das Salz wieder ab und gefror gleichzeitig. Wir haben den Berg aber doch erklommen und haben natürlich die Führung um 10 Minuten verpasst und mussten nun bis zur nächsten warten. Derweil sind wir in die Kirche gegangen und haben uns dann den imposanten Fuhrpark aus früheren Zeiten angeschaut. Mit so einem schönen Schlitten wäre ich auch gerne mal mit Pferden und Schellengeläut durch den Schnee gefahren. Das Schloss ist sehr sehenswert und wir haben auch von unserer Führerin einiges über Sprichwörter gelernt. Nachmittags wollten wir dann zum Festzelt und uns den Narrenbaum anschauen aber das Wetter war so ekelhaft, dass wir umgedreht sind und uns in unsere kuscheligen Betten verzogen haben um uns auf zu wärmen. Abends wurde das Wetter etwas besser und wir haben zu geschaut wie sich der Narrenzug aufgestellt hat. Mit Tschingdarassabum ging's dann durchs Dorf. Die Gasthäuser, die sonst schon geschlossen sind, mangels Nachfolger und Gästen, hatten an dem Narrentreffen sogar ihre Türen wieder geöffnet um dem Ansturm der durstigen Narrenkehlen gerecht zu werden. Unterwegs wurde natürlich allerlei Allotria getrieben, Mädchen aufgabeln, Mützen klauen, Leute erschrecken, was halt zu so einem Umzug gehört. In der Festhalle trafen wir dann Elke und Dieter Jung (mit seinen dänischen Freunden), Ilse und Hans-Dieter Meyer, Regina und Franz Keller aus Hamburg, das Ehepaar Popken aus Billigheim und unsere Freunde aus Neudingen, das Ehepaar Schmid, Sigrid und Bruno Rohrer, alles Mitglieder des Vereins der Badener von Hamburger und Umgebung. Da sieht man mal wie weit die „Umgebung“ reicht. Ein buntes Bild bot sich unseren Augen. Die Essen und Trinken Ausgabe war gut organisiert und Kuchen gab es, da lief einem das Wasser im Munde zusammen. Die Neudinger Hausfrauen haben uns ja schon einmal mit ihren leckeren Torten verwöhnt, als wir aus Eisenbach kamen. Auf der Bühne spielte eine Kapelle. Ich glaube sie hießen „die Aachtaler“ die haben gute Musik gemacht. Die Guggemusik hätte man lieber mal durch den Saal marschieren lassen sollen und nicht alle hintereinander weg spielen.
Schade, so kamen die Kapellen gar nicht richtig zur Geltung. Vom Vorstand der Neudinger Narren nahm niemand von uns Kenntnis obwohl wir ja angemeldet waren, das fand ich ein bisschen befremdlich besonders, weil die Neudinger ja auch schon verschiedene Male bei uns in Hamburg waren. Aber Otto Huber, Chef der Theatergruppe begrüßte uns und setzte sich bei uns auf die Bank. Ich habe aber gehört, dass die Begrüßung am Sonntag nachgeholt wurde nur da war ich nicht mehr dabei, weil ich in Freiburg bei einer Familienfeier war. Es war ein schöner Abend aber wir zogen uns dann wieder in die Linde zurück und ließen den Abend da ausklingen. Gitta bekam noch ein schönes Ständchen serviert von einem kleinen Männerchor. Es kostete sie 6 Jägermeister um die begeisterten Sänger wieder los zu werden aber sie haben wirklich schön gesungen. Am Samstag war das schlechte Wetter erst einmal vorbei. Nach dem Frühstück holten wir Kellers in Donaueschingen ab. Übernacht hatte Petrus wieder mit Puderzucker gespielt jedenfalls sah es so aus. Die Nebenstraßen waren spiegelglatt, aber die Hauptstraßen waren gestreut und so konnte unseren Chauffeur nichts und niemand davon abhalten mit uns nach Herdwangen zu fahren um auch dort ein wenig Fasnet zu erleben. Unterwegs betrieben wir Heimatkunde in dem wir uns von Regina die Namen der Hegau- Berge nennen ließen. Von der "alten Stadt“ Aach, (auf einem Berggipfel gelegen) einen wunderbaren Fernblick auf das Alpenpanorama genossen, um den Aachtopf glitschten, einen Kampf mit frechen Gänsen ausfochten und kurz gesagt viel Spaß hatten. In Herdwangen wurden wir, der Verein der Badener, schon erwartet mit einem Stellschild auf dem stand: "Herzlich willkommen, unsere Hamburger Freunde". Konrad Jäger in Elferratstracht, seine Frau und Tochter Ramona im Häs der Zehntfuxer, der Sohn als Karbatschenschneller, Resi als Griebenschmalzweibli, ihr Mann Albert als Vertreter der Zimmermannsgilde und Angelika vom Löwen standen vor dem Löwen und haben sich gefreut und uns ganz herzlich willkommen geheißen. Sie waren enttäuscht über das Nichterscheinen unseres 1. Vorsitzenden, trotz Ankündigung. Wir wurden zum Essen und Trinken eingeladen und bekamen sogar noch Marken, die in der Festhalle in Speis und Trank einzulösen waren. Das war zwar alles gut und schön aber am Besten war die Herzlichkeit und Wärme die uns in Herdwangen entgegen gebracht wurde. So allmählich kamen auch noch andere Zunftmitglieder z.B.die Narrenmutter (Sohn von Resi und Albert) mit ihrem Narrenvater, der Fasnetrufer, ein Maskenträger der Eselohren, der Eseltreiber Peter und ein Mädchen aus der Gruppe Silberschweif, das ist die Garde der jungen Frauen. Nach dem Mittagessen gingen wir dann alle Richtung Festhalle, dort liefen die Vorbereitung für den Festabend auf vollen Touren. Die Frauengilde "Die Zehntfuxer" feierten ihr 11 jähriges Bestehen. Sie geht auf den alten Brauch der Zollabgaben an ein Kloster zurück. Da die Herdwangener arm aber auch Schlitzohren waren wurde dieser Zehnt immer mit einem Esel zum Kloster gebracht daher auch die "Eselohren". Langsam sammelten sich die verschiedenen Narrengruppen am Ende des Dorfes um dann zurück zur Festhalle am Rathaus zu ziehen. Es waren 49 angemeldete Gruppen aber es geht das Gerücht, weil das Wetter ganz gut war, hätten sich einige „Blindgänger“ eingeschlichen und den Ablauf etwas durcheinander gebracht. Jede einzelne Gruppe hatte ihren eigenen Narrenruf, da kamen lustige Wortschöpfungen zusammen. Dieser Kuddelmuddel tat dem Spaß an der Freude aber keinen Abbruch und obwohl es inzwischen lausig kalt war hat es viel Freude gemacht das bunte Narrentreiben anzuschauen. Dirk hat geknipst wie ein Weltmeister. Ich bin neugierig was dabei herausgekommen ist, weil es so langsam dämmerig wurde. In den Zelten und der Festhalle war es so voll, dass niemand umfallen konnte. Es wurde getanzt, gesungen, gegessen und getrunken nur mit dem Unterhalten haperte es durch die Lautstärke des bunten Treibens. Da wir noch ein paar Stunden Autofahrt vor uns hatten, haben wir uns dann bei unserem Gastgeber Konrad verabschiedet und herzlich bedankt für den schönen Tag. In der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen sind wir Richtung Donaueschingen aufgebrochen um Regina und Franz abzuliefern bevor wir in der Linde den aufregenden Tag zu Ende brachten. Für den Sonntag bin ich als Chronist nicht zuständig da ich aus familiären Gründen nach Freiburg gefahren bin. Am Montag hat mich die Gruppe bei meiner Familie in Merzhausen wieder abgeholt und wir sind mit dem Flugzeug gut in Hamburg gelandet. Liebe Julia, lieber Dirk vielen Dank für die Idee, die Leitung, das Kutschieren und die Betreuung auf dieser schönen Reise

im Namen der Teilnehmer Katharina Klose.

Am Sonntagmorgen kamen Helga und Rolf Wehrle in Neudingen an. Sie wollten es sich auch nicht nehmen lassen, das bunte Treiben der Narren zu erleben. Bei herrlichem Wintersonnenwetter machten wir zuerst einen Spaziergang durch den Ort. Besuchten die Kirche und das Festzelt. In der Mittagszeit trafen wir uns dann alle wieder vor dem Hotel, um den Umzug mit 43 Narrenvereinen zu sehen. Dieter und Elke Jung kamen mit ihren dänischen Freunden, sind jedoch dann leider ihre eigenen Wege gegangen. Auch Kellers kamen wieder aus Donaueschingen zu uns. Sigrid Rohrer hat uns unterwegs aufgegabelt und hat uns zu einem erhöhten mit Sonne durchfluteten Aussichtspunkt im Garten einer Schulkameradin von Bruno geführt. Es war in der Nähe von der Tribüne des Narrenrates und der Reporterin, die auch die ganzen Zünfte vorstellte. Wir hatten den vollen Überblick. Danke Sigrid!
Vor dem Umzug wurden verschiedene Abordnungen begrüßt. Da man uns ja anscheinend vergessen hatte, haben sich Sigrid Rohrer und Wilfried Reutter ein Herz gefasst und sind auf die Bühne gegangen. Sie grüßten die Neudinger und auch die Theatergruppe mit Hummel, Hummel, von unserem Verein und den 20 Badener Vereinsmitgliedern.

Der Umzug war Klasse, all die bunten Hästräger und der kleine Narrensamen waren schön anzusehen. Von den Gudsele haben wir auch einige abbekommen, auch wurde mit kleinen Fläschchen Alkohol geschmissen.

Nach dem Umzug sind wir erstmal in die Linde zum Kaffee trinken und Kuchen essen gegangen. Wir hatten Glück, dass wir an der Ofenbank noch Platz fanden. Da Herr Egle Konditor von Beruf ist, haben sein Kuchen und die Torten hervorragend geschmeckt.

Am Abend haben uns Sigrid und Bruno noch ihre Ferienwohnung und das Elternhaus gezeigt, vorher hatten wir aber noch einen Abstecher in eine Besenwirtschaft gemacht. Die Wirte wollten gerade schließen, wir bekamen aber noch Glühwein, woran wir uns gütlich taten.

Anschließend gingen wir ins Festzelt. Da war schon Aufbruchstimmung. Der Grill war aber noch heiß und somit konnten wir unseren Hunger noch mit Currywurst und Pommes stillen. Otto Huber gesellte sich wieder zu uns. Als wir dann noch bei einem Glas Bier saßen, kamen auch 4 junge Männer von der Theatergruppe, die uns in HH besuchten, mit 2 Flaschen Wein und Gläsern an unseren Tisch. Sie wollten es nicht versäumen uns doch noch zu begrüßen und sie freuten sich uns zu sehen. Auch wollen sie gerne mal wieder nach Hamburg kommen. Auch Herr Matt, der Organisator des Neudinger Narrentreffens begrüßte unseren Organisator Dirk Graßmann mit Handschlag.

Nachdem wir das Zelt gegen 22 Uhr verlassen hatten, ließen wir den Abend in der Linde bei einem guten Viertele ausklingen.

Am Montagmorgen nach dem guten und ausgiebigen Frühstück verabschiedeten wir uns von Helga und Rolf und von der Wirtin Frau Egle. Wir bedankten uns für die gute Betreuung. Über Hirschsprung ging es Richtung Freiburg, wo wir noch einen kleinen Zwischenstopp machten. Um 13 Uhr sollten wir in Merzhausen bei Katharinas Schwester und Schwager, Christine und Albrecht Pohl, eintreffen. Wir wurden herzlich empfangen und konnten uns am 2. Frühstück laben. Es gab lecker Brezeln und vom Vortag lauter Köstlichkeiten, die vom Geburtstagsbüfett übriggeblieben waren. Herzlichen Dank an Euch. Wie schon bei der letzten Fasnachtreise des Vereins war es eine schöne Zeit.

Um 15 Uhr 30 brachen wir auf gen Basel. Der Flieger hat Katharina, Gitta, Gertrud und Wilfried wieder heil nach Hamburg geflogen. Dirk und ich sind dann mit einem kleineren Auto nach Waldkirch gefahren und noch einige Tage länger geblieben.

Alle 20 Mitglieder bedanken sich bei den Menschen die diese Reise möglich und mitgemacht haben.

Julia Graßmann


 

Hier der Bus von Sixt vor der Linde in Neudingen http://www.sixt.de/top-angebote/



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