Unsere Reise nach Hamburg aus der Sicht von Hildegard Schmid (verantwortlich für Programm und Regie). Schon vor längerer Zeit wurde bei einem Treffen mit Ilse und Hans-Dieter die Idee geboren, dass unsere Theatergruppe mal wieder auf „Tournee“ nach Hamburg fahren könnte. Der Gedanke wurde spontan gefasst, aber ich musste ja meine Theaterspieler erst mal fragen, was sie davon halten und ob sie alle mitmachen. Wir sind dann zusammen zu dem Ergebnis gekommen, dass eine komplette Theateraufführung an Weihnachten einfach zu stressig und zu aufwendig wird. Für die aktiven Musiker steht im November das alljährliche Konzert im Terminkalender und ist das geschafft, geht es mit den Proben für das traditionelle Weihnachtstheater los. Jetzt war guter Rat teuer! Was machen wir? Sollen wir absagen? Dann kam uns ein Geistesblitz: Wir bieten den „Hamburgern“ einfach an, einen „Bunten Abend“ zu gestalten. Mit Ilse wurde ich dann schnell einig, dass das zu Eurem „Ripple-Essen“ passen würde. Der Termin war so frühzeitig festgelegt, dass sich alle unsere Theaterspieler danach richten konnten. Auch fanden es alle gut, Hamburg einmal während der wärmeren Jahreszeit zu sehen (das hatte auch den Vorteil, dass die dicken Jacken zu Hause bleiben konnten). Nach unserem großen Fest im Mai wurde es ernst. Die Zimmer waren schon längere Zeit vorreserviert, ich musste mich nun ums Programm kümmern und schauen, dass niemand spontan einen Rückzieher macht. Aber sie haben alle zur Stange gehalten und waren sehr engagiert. Dafür ein dickes Dankeschön an alle Akteure! Ruck-Zuck war dann auch der 9. September 2011 da. Frühmorgens, um 6.30 Uhr luden wir unser umfangreiches Gepäck in den Zug und los gings, zunächst bis Karlsruhe. Auf diesem Teilstück hatten wir eine kleine Panne. Das Blasinstrument von Matthias Egle bekam eine kräftige Delle ab. Frank Feder wollte sich auf einen Klappsitz setzen, hatte aber nicht bedacht, dass darunter eine Bierkiste stand und da drauf das Musikinstrument gelegen hat….! Wie man beim Auftritt hören konnte, hat das Tenorhorn zum Glück doch noch ganz gut funktioniert. In Karlsruhe hieß es dann wieder Gepäck ausladen und im ICE verstauen. Das ist gar nicht so einfach, denn das Platzangebot für Gepäck in den Waggons der Deutschen Bahn ist ziemlich begrenzt. Nach fast achtstündiger Zugfahrt wurden wir dann am Bahnhof Dammtor ganz herzlich von einer Abordnung empfangen. Nachdem der Gepäcktransport organisiert war, machten sich die meisten unserer Gruppe zu Fuß auf den Weg ins Hotel. Mathias Huber und ich ließen uns chauffieren. Unsere Geduld wurde auf eine lange Probe gestellt, bis die Fußgänger endlich eintrafen. Hätten sich Julia und Sigried vielleicht vorher einen Stadtplan besorgen sollen? Oder auf Dirk hören sollen! Aber alle waren sich einig, der Fußmarsch hat nach der langen Zugfahrt nicht geschadet! Das Hotel ließ keine Wünsche offen. Erfrischt und etwas ausgeruht gings dann nach St. Pauli zum Abendessen. Sehr gut gefallen hat uns auch der geführte Spaziergang über St. Pauli mit einem Abstecher in die Kneipe „Silbersack“. Während sich unsere jungen Burschen so langsam „abseilten“ waren die Mädels ganz von Porno-Klaus, bekannt aus dem Fernsehen, hingerissen. Franz und ich hatten nach einem Absacker in einer Kneipe dann genug und machten uns nach diesem langen Tag auf ins Quartier. Was der Rest der Truppe auf St. Pauli noch so alles erlebte, bleibt ein Geheimnis.
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Am Samstag war für die meisten erst mal ausschlafen angesagt. Otto, Monika, Matthias E., Doris und Michael machten eine ausgiebige Hafenbesichtigung, denn Michael war noch nie in Hamburg. Dann ist der Hafen ja „Pflichtprogramm“. Franz und ich nutzten die Gelegenheit und haben das imposante Rathaus von innen angeschaut. Wir waren sehr beeindruckt und kamen uns vor wie bei einer Schloss Besichtigung! Nach einer Fahrt mit dem Panorama-Aufzug in der Nikolaikirche stand der alte Elbtunnel auf unserem Programm. Diesen sind wir hin und zurück gelaufen, von dort wieder in die Mönckebergstraße auf der Suche nach einem Weidenkorb für unser Gastgeschenk. Der war aber nicht zu kriegen, also musste es ein Klappkorb auch tun. Wieder zu Fuß ins Motel One, danach war ich ziemlich geschafft! So langsam wurde es dann ernst, der Vereinsabend begann ja bald. Im Betriebssportkasino angekommen haben wir zuerst mal die „Lage sondiert“ und ein wenig geprobt. Wir waren alle während der Aufführungen etwas aufgeregt, aber ihr ward ja ein dankbares Publikum und habt uns die kleinen „Stolperer“ verziehen. Es muss euch gefallen haben, denn mit Beifall wurde nicht gespart. Besonders unser „Blasorchester“ und die „Traumberufe“ sind wohl gut angekommen. Alle unsere Akteure waren über den Erfolg glücklich und machten sich feuchtfröhlich auf einen aufregenden Heimweg. Aufregend deswegen: Melanie, unsere Flötenspielerin, hatte ihr Instrumentenköfferchen an der Haltestelle Berliner Tor vergessen. Erst nach zwei Stationen hat sie es bemerkt. Zu fünft sind sie dann mit der nächsten U-Bahn zurück, aber der Koffer war weg. Auf eine Nachfrage beim Wachdienst haben sie dann erfahren, dass der Koffer durch eine acht Mann starke Polizeieinheit sicher gestellt wurde (Bombenalarm – 11. September!). Im Polizeirevier haben sie den Koffer - zusammen mit vielen strengen Ermahnungen - dann wieder bekommen. Nach einer kurzen Nacht bummelten wir am Sonntagmorgen noch über den Fischmarkt und haben um 11 Uhr müde und zufrieden mit dem schönen Wochenende (aus das Wetter war wie aus dem Bilderbuch) den Zug Richtung Heimat bestiegen. Allen hat die „Tournee“ nach Hamburg sehr gut gefallen. Im Namen der Theatergruppe des Radsportvereins Germania Neudingen e.V. und der Musikkapelle Neudingen e.V. bedanke ich mich ganz herzlich bei allen, die sich für das Zustandekommen und Durchführen dieses Erlebnisses engagiert haben. Besonderer Dank gilt natürlich dem gesamten Vorstandsteam mit Ilse und Dirk an der Spitze! Danke auch für alle Zuwendungen (menschliche, Gastgeschenke ect.) die wir bekommen haben! |