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Wein und Stiftungsfest

Das unterhaltsame musikalische Erlebnis

Wenn man so aus dem Fenster schaut merkt man ganz gewaltig es herbstelt draußen. Die Bäume werden bunt, die Blätter weht der Wind durch die Straßen und das Wetter ist meistens auch nicht mehr das was wir gerne hätten. Wären wir in Baden würden wir zuschauen wie der neue Wein gekeltert wird, aber auch hier in Hamburg kann man Weinlese beobachten, zum Beispiel am Hafen oder auch an der Faberstraße bei Lemitz. Für unseren Verein heißt das unser Stiftungs- und Weinfest findet immer im Oktober statt. Viktor unser Starmusiker hat sein Kommen zugesagt, wir der Vorstand, haben uns ein paar Unterhaltungsgeschichten ausgedacht und nun warten wir gespannt wer da nun kommt. Am Freitag haben die Dekotruppe Meyers, Rohrers, H. D. Jung und ich den Saal hergerichtet mit Fahnen und Girlanden, von Gisela und Reiner Schlenstedt abgestaubten Kastanien, Weinlaub und Bucheckern, hübschen Servietten und kleinen Drachen von Sigried und Kerzen von Ilse. Es sah alles sehr anheimelnd aus und fand großen Beifall bei unseren Gästen. Unser Wirt Herr Marsch ist immer ganz begeistert von dem Einfallsreichtum der Truppe. Am Sonntag musste unser Vorstand Ilse Meyer die Vereinsmitglieder und Gäste ganz allein begrüßen, weil Vorstand Dirk Graßmann von der Leiter gefallen ist und sich dabei den Oberschenkel gebrochen hat. Nun liegt er im Heidberg Krankenhaus und musste zusammen genagelt werden, der Arme. Alle Anwesenden senden ihm herzliche Genesungswünsche und alles Gute. Ilse bedankte sich bei Gisela und Reiner für den Deko-Beitrag, richtete Grüße von Elfi und Kurt Maier, Jasmin und Wolfgang Rothhaupt und Karin und Roland Bueb aus.
Der Wirt hatte wieder eine kleine Karte zusammengestellt, auf der für jeden etwas dabei war. Als Viktor zum Essen leise Barmusik spielte war die kleine Enkeltochter von Familie Esch als erstes auf der Tanzfläche und tanzte uns etwas vor, niedlich. Nach der ersten Tanzrunde las Ilse uns die Geschichte eines jungen Mannes vor der zu seiner ersten Weinprobe eingeladen war. Ihm schmeckten die vorgestellten Weine gut, nur die Begutachtungen der anderen Teilnehmer (Wichtigtuer) irritierten ihn ungemein, aber zum Abschluss wurden ihm die tröstlichen Worte gesagt „Hauptsache der Wein schmeckt“. Maria drehte dann ihre Runde mit Sparschwein und Liste. Inzwischen war ein neuer Gast eingetroffen und zwar ein junger Badener, den Gisela auf einem Flohmarkt (nicht käuflich erworben aber sehr eindringlich) auf unseren Verein und das bevorstehende Weinfest hingewiesen hat. Er hat gesagt, ihm hätte es gefallen und er würde gerne wieder kommen, nun sind wir alle gespannt. Nach der nächsten Tanzrunde erheiterte ich unsere Gäste mit einer auf gebrochen französisch vorgetragenen Geschichte über die Entstehung des Paradieses und über die grande Malheur, was gekommen ist über die Welt, weil Madame Ewa genascht von die Baum mit die Rennette privat von die Monsieur liebe Gott. Wieder lockte Viktor die Tänzer auf die Tanzfläche, dann stellten Monika Würstlin und Dirk Egbers unsere Kenntnisse in Sachen Weinkunde auf den Prüfstand. Für richtig beantwortete Fragen gab es eine kleine Belohnung. Weinstöcke gibt es schon viel länger auf der Welt als die Menschheit und ein Kabinett Wein hat mindestens 100 Öchsle, das waren nur zwei der Punkte zur Wissensbildung. Nachdem sich Ilse bei den Beiden bedankt hatte startete Viktor eine Schunkelrunde. Wie schön, dass die Stühle im Casino gepolstert sind, da schunkelt man doch noch viel lieber. Heinz Dieter Jung las dann die erste Predigt eines jungen Vikars vor der sich ordentlich Mut angetrunken hatte. Nach Beendigung der Predigt fragte er nach der Richtigkeit seiner Angaben, aber da ist ganz schön Blödsinn zustande gekommen. Er hat ganz viele Begriffe aus der Bibel verdreht. Viktor hatte wieder alles Mögliche an Musik im Koffer: Walzer, Foxtrott, Rock on roll, Twist, Mambo, nur den Tango für Maria und Gert hatte er leider vergessen, aber er forderte uns immer wieder auf: „Was wollt ihr haben?“ da konnten wir unsere Wünsche äußern. Unter anderem hatte ich ein Weinlied aus Freiburg bekommen, nach dem Lied zu singen „ein bisschen Frieden“ von Nicole. Die Texte lagen rechtzeitig auf den Tischen, zum vorlernen und mit Unterstützung von Viktor haben wir dann einen schönen Chor gehabt, der mit Begeisterung und aus voller Kehle mit gesungen hat. Zum schönen Abschluss des gelungenen Abends sangen wir alle noch das „Badener Lied“ bevor wir uns auf den Heimweg machten. Das Abschmücken ging ratz-fatz weil viele Hände mithalfen alles wieder in Ordnung zu bringen. Tschüss bis zum nächsten Mal.

Katharina Klose



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